Einsatz Nummer drei!

Es sind nun erst vier Monate vergangen, seit dem ich meinen Soldaten nach einigen Monaten Einsatz in die Arme nehmen konnte. Es sind mittlerweile zwei Einsätze von jeweils vier Monaten, die wir bis jetzt gemeinsam gemeistert haben.  Mir war klar das noch einige folgen werden, aber man versucht es ja dann doch immer von sich weg zu schieben. Letzte Woche gab es sogar schon die schriftliche Kommandierung für den nächsten Einsatz, damit steht es jetzt wohl fest. In ungefähr neun Monaten geht es zum dritten mal los. Was beim nächsten mal anders sein wird, ist das er dieses mal nicht über Weihnachten und Silvester weg sein wird und das sie die Einsätze Splitten.. d.h. zwei Monate Einsatz, zwei Zuhause und wieder zwei Monate Einsatz. Grundsätzlich finde ich das wirklich super, denn vier Monate können für Soldat und Angehörige lang werden.  Was aber auch heißt das ich ihn nächstes Jahr innerhalb kurzer Zeit zwei mal verabschieden muss und ich jetzt schon weiß, das es mir jedes mal das Herz brechen wird, wenn ich am Flughafen stehe und mich verabschieden muss. Wie schafft ihr Soldatenfrauen das, wenn eure Männer zum zehnten mal in den Einsatz gehen? Ist es dann noch genau so schlimm? Bei den treffen im Familienzentrum wurde oft erzählt, das manche Männer schon bestimmt zum zwanzigsten male weg wären und es schon zum Alltag dazu gehören würde. Nur sehr schwer vorstellbar für mich, was ich aber leider schon feststellen musste ist, das wenn sie einmal im Einsatz waren, immer und immer wieder gehen… es ist noch Zeit bis nächstes Jahr, aber trotzdem beschäftigt mich das jetzt schon wieder sehr. 😦

Neunzehn Tage..

… der Tag des Wiedersehens rückt mit großen Schritten näher und es wird auch langsam Zeit. Sich über vier Monate nicht zu sehen ist schon wirklich echt heftig. Ich bin so verdammt Stolz darauf, das unsere Beziehung so stark ist, das wir auch diese Zeit wieder so super gemeinsam gemeistert haben bzw. die restlichen Tage noch meistern werden… müssen! Er könnte eigentlich schon längst zuhause sein, aber da wären wir wieder beim Thema, verstehe einer die Bundeswehr. Seine Ablöse ist schon längst da und mein Soldat sitzt dann jetzt so zusagen am Schreibtisch in der Ecke und darf warten bis ein Platz im Flieger ist, das er heim kann… Macht für mich absolut keinen Sinn und zu wissen das er eigentlich heim könnte, aber fest sitzt, weil das  Abflug Datum halt Tag XY ist, macht mich wahnsinnig. Man sollte vielleicht erwähnen, das ich ein absolut  ungeduldiger Mensch bin! 😀 Das Wiedersehen ist soweit geplant und ich hoffe, es wird genau so wie beim letzten Mal… dieses Gefühl ist einfach nicht mit Worten zu beschreiben. Es ist Weihnachten, Ostern, Geburtstag , Frühling… alles zusammen. Die Aufregung ist echt wahnsinnig groß und würde am liebsten schon mit Zelt vorm Flughafen campen, damit ich bloß nicht noch mal verpasse, wenn sie landen. *lach* Beim letzten mal nahmen wir die falsche Ausfahrt, fanden es anschließend nicht direkt und der Flieger von meinem Soldaten, war auch früher dran. Dieses mal würde ich so gerne schon da sein, wenn sie ankommen und ihn direkt in die Arme nehmen. Ich bin gespannt und es wird spannend! Ich werde euch auf dem laufenden halten und die letzten Tage etwas mehr schreiben. 🙂 Versprochen!

Heute habe ich frei und freue mich darüber, das es ein so tolles Wetter dazu gibt.

Habt einen schönen Tag 🙂

 

Mein Countdownzähler…

… schreibt nun die Zahl 38! Ob es nun wirklich 5 Tage mehr werden wissen wir immer noch nicht. Ich finde es immer so toll, wenn sich die erste Ziffer der Zahl verändert. Es ist ein beruhigendes Gefühl. Zur Zeit ist es auch irgendwie etwas schwierig, man merkt das der Soldat nur noch genervt ist und die Stimmung ist dann natürlich auch nicht die beste. Ich kann s ja verstehen.. wenn ich mich mal in die Lage rein versetzen würde, das ich mit meinen Kollegen 120 Tage fast 24 Stunden am Stück zusammen wäre, ooohhweia! Bald ist es geschafft… und es reicht mir so langsam auch 😦 ! Ich liebe das Leben mit meinem Soldaten, doch es gibt immer wieder Situationen die alleine einfach Sch… sind, man aber leider durch muss.

Noch ein guter Monat und ich darf morgens wieder neben meinem liebsten aufwachen *auf Holz klopf*… es wird bestimmt wieder richtig komisch. Es ist schon faszinierend wie schnell man sich wieder an den Alltag alleine gewöhnen kann. Als er nach dem letzten Einsatz nachhause kam, war ich manchmal so verpeilt, das wenn er z.B. zur Küche ging, ihm erklären wollte wo die Tassen stehen *lach*! So nach dem Motto “ Hallo Fremder, Willkommen Zuhause“! Wir fanden dafür aber auch sehr schnell wieder zurück und es war sogar einfach noch viel schöner als vorher! Die Aufregung steigt so langsam und ich bin froh das mein Job mir zur Zeit nicht viel Freizeit gönnt, so das ich nicht zu viel grübel, was ich denn nicht noch alles schaffen will bis dahin. 🙂

Was war euch Soldatenfrauen wichtig als euer liebster nach so langer Zeit Heim kehrte? Was wolltet ihr auf jeden Fall vorbereitet haben?

Eine schöne Woche euch 🙂

Jenny!

Fünfzig!!!

Hallo ihr lieben, zur ist es leider etwas ruhiger auf meinem Blog, da ich beruflich sehr viel zutun habe und nicht immer zum Schreiben komme. Es wird sich hoffentlich bald noch mal ändern 🙂

Trotz alledem versuche ich natürlich fleißig über das Countdown zählen zu berichten. Wow schon ganze Siebzig Tage geschafft. Weit mehr als die hälfte und das motiviert richtig durch zuhalten. Bei meinem Soldaten scheint zur Zeit auch wieder alles ruhig zu sein, was mich auch wieder etwas mehr beruhigt. So langsam kommt bei mir das Gefühl der Vorfreude auf. Was bereite ich vor, wann geh ich zum Friseur etc… typisch Frau eben *lach*!

Weiß gar nicht ob ich darüber geschrieben habe, das ich wieder mit dem Sport angefangen habe. Seit dem quäle ich mich täglich wie eine sechzig jährige aus dem Bett und habe Dauermuskelkater -.- ! Neben dem Kurs ( Fitness/Selbstverteidigung Donnerstags) mache ich noch Freeletics. Kennt das jemand? Das ist so zusagen Sport mit dem eigenen Körpergewicht und man kann es von zuhause aus machen und vor allem dann, wenn man Lust hat. Das Programm ist auf einer App auf dem Handy und ich habe mir den Coach runtergeladen. Man macht einen Fitnesstest, stoppt so zusagen die Zeit und der Coach wählt dann für einen das Programm für die Woche aus. Man kann noch angeben, was man erreichen kann, wie – Ausdauer trainieren – Abnehmen – Stärker werden – etc.! Letztes Jahr habe ich das noch 4 mal die Woche durch gezogen und es war echt enorm, wie schnell man an sich die Veränderungen sehen konnte. Bereue es jetzt noch im Sommer aufgehört zu haben, aber nun kämpfe ich mich wieder in mein Training zurück. Mein Soldat hat im Einsatz bis jetzt soooo viel Sport gemacht, das zieht mich irgendwie wieder mit 🙂

Das ist übrigens die Seite von Freeletics 🙂

Heute Nachmittag fahre ich mit meinen Azubis auf eine Ausbildungsbörse, der Agentur für Arbeit und dort stellen wir unseren Betrieb bzw. unseren Ausbildungsberuf vor. Also heute mal etwas ruhiger 🙂

Ganz liebe Grüße und noch eine tolle restliche Woche euch 🙂

Sechsundsechzig

Tage sind es voraussichtlich noch bis zur Heimkehr meines Soldaten!

Was sind noch 66 Tage? Das macht ihr jetzt noch mit Links!

Genau, das waren Sätze die ich letze Woche gar nicht vertragen konnte. Die ganze Woche brodelte es in mir und es war klar das es irgendwann ausbrach.Natürlich weiß ich selbst, das alle mit ihren gut gemeinten Sätzen um mich zu trösten recht hatten, aber ich wollte das einfach nicht hören. Freitag und Samstag hatten wir Jahresinventur im Betrieb, das hieß es war alles zu zählen, jede Palette, Kiste bis hin zum kleinsten Kaugummi.Wenn man einmal dran ist, ist es ok und lustig war es auch, aber man völlig fertig und k.o danach. Aaaaber, ich hatte absolut Null Zeit für meinen Soldaten, weder zum schreiben noch zum skypen und wenn ich dann irgendwann mal Feierabend gemacht habe, war es im Land meines Soldaten schon längst mitten in der Nacht. Zuhause angekommen und jegliche Vorsätze fürs neue Jahr gebrochen, saß ich dann mit meinem Becher Schokoladeneis vorm Fernseher und zweifelte an allem und jedem mit ner riesen Packung Tempos. Es kam natürlich auch noch hinzu das ich gestern wohl ein Problem mit dem Empfang meines Handys hatte und ich die Nachricht, das er jetzt skypen könnte auch nicht bekam. Mein Vorsatz fürs neue Jahr war übrigens, etwas mehr auf Zucker zu verzichten.

Vielleicht musste das alles jetzt auch mal raus, damit es heute mit neuer Motivation weiter gehen kann und ich das alles wieder mit neuer Sicht sehen kann.Auch wenn jetzt fast die hälfte geschafft ist, haben wir doch noch einen kleinen Berg an Tagen zu bekämpfen. Ich vermisse ihn so sehr, das ich es kaum in Worte fassen kann. 😦

Manchmal bin ich richtig wütend auf die Bundeswehr, die Soldatenfrauen hier wissen mit Sicherheit wie ich das meine. Es heißt sie sei so Familienfreundlich.. ja wo denn? In dem sie ihre Soldaten in Auslandseinsätze schicken, manchmal für drei, vier oder auch 6 Monate und es bringt einfach nichts. Nimmt man alle Soldaten aus diesem Land zurück, bricht dort doch eh alles wieder zusammen. Man könnte stundenlang darüber schreiben und vor allem diskutieren aber es ist sinnlos. Das gehört nun mal irgendwie zum Beruf eines Soldaten wie der Schichtdienst zu meinem. Blödes Beispiel, aber so ist es!

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Wochenstart.

Jenny

13872893_1087596377992930_8411899225736723622_n

 

Mein Jahr 2016…

ES war ein sehr anstrengend, emotional und doch erfolgreiches Jahr für mich. Es fing damit an, das ich in manch privaten Angelegenheiten einmal einen Schlussstrich ziehen musste, was mich jede menge Kraft kostete. Manchmal wird man so oft verletzt und enttäuscht von Menschen, das man einfach für sich selbst sagen muss “ bis hier und nicht weiter“!

Im April machte ich bei der IHK Krefeld meinen Ausbildereignungsschein und lernte unter anderem viele nette Menschen kennen. Seit dem hab ich zwei ganz liebe Azubinen, womit die Arbeit auch wirklich Spaß macht. Im Sommer sollte es beruflich noch besser laufen und ich bekam einen Platz in unserem Marktleiterteam.  Ich liebe meinen Job und das kann von mir aus auch erst einmal so bleiben! 

Im September entstand dieser Blog und ich entschied mich über das Leben mit einem Soldaten und den Alltag zu schreiben. Bereut habe ich es bis jetzt auf keinen Fall, denn ich finde es toll wieviele nette Menschen man kennen lernt und könnte manchmal stundenlang auf den Seiten der anderen herum wandern und lesen, schmunzeln oder einfach nur mitfühlen. Ich danke euch, die regelmäßig meinen Blog besuchen, die ganz liebe Kommentare schreiben oder mir einfach nur folgen. Danke!!!

Natürlich wussten wir schon fast das ganze Jahr das wieder ein Auslandseinsatz bevorstand und irgendwie hatte man das im Hinterkopf. Ich versuchte die Momente die wir zusammen hatten auch wirklich zu genießen, etwas zu unternehmen oder einfach ein paar Tage weg zufahren. Im November waren wir vier Tage zusammen in Paris, hatten ein wirklich schönes aber kleines Hotel, haben super viel unternommen und jede menge gelacht. Ich finde das egal was man macht, es einfach wichtig ist einfach mal nur zu zweit zu sein, weg vom Alltag…mal alles hinter sich zu lassen und neue Energie zu sammeln. Dann war auch irgendwann schon der Tag gekommen, wo es wirklich Abschied nehmen hieß. Diesmal war es ganz anders als beim ersten Einsatz, denn er wurde von zuhause abgeholt und  konnten ihn nicht bis zum Flughafen begleiten.. ich fand es so total komisch. Also verabschiedeten wir uns von einander und danach fuhr ich ganz normal zur Arbeit.. ich sah aus und fühlte mich wie ein Alien. Kann heute nicht mehr sagen wie ich zur Arbeit gekommen bin, geschweige denn irgendwann wieder zurück. Man funktioniert die ersten Tage einfach nur und konzentriert sich darauf nicht einen ganzen LKW Tempos zu verbrauchen. Ja.. es war etwas leichter sich an die Zeit zu gewöhnen, weil wir s jetzt kennen, aber jetzt mal im Ernst… 4 Monate, ganze 120 Tage ohne den Mann an seiner Seite den man über alles liebt. Ich wünsche es wirklich keinem! Nichts desto trotz, sind wir mittlerweile bei 92 Tagen, das heißt 28 Tage hat mein Soldat schon geschafft.

Für 2017 nehme ich mir nichts vor aber habe einen Herzenswunsch… für mich ist das wichtigste das es meinem Soldaten die restliche Zeit des Einsatzes gut gehen wird, das nichts passiert und die Zeit ohne seine lieben zuhause schnell vorbei geht. Ich wünsche mir, das unsere Beziehung es genau so gut verkraftet wie beim letzten Einsatz und wir genau so glücklich zusammen bleiben! Das alles kann kein Geld der Welt oder irgendetwas materielles ersetzen!

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr mit euren lieben 🙂

Jenny…

Noch ganze 100 Tage!

.. der Abend bevor unsere Zahl des Countdowns zweistellig wird. 🙂

Heute hatte ich einen wirklich tollen freien Tag. Bin früh aufgestanden und los gezogen zu unseren besten Freunden, die leider noch eine Stunde fahrt entfernt wohnen. Ab Ende Januar werden sie endlich nur noch gute 10 Minuten entfernt wohnen. Wir freuen uns so sehr!!! 🙂 Wir haben alle zusammen gefrühstückt, gequatscht und haben mit unserem Soldaten geskypt. Richtig schön war es. Nachmittags ging s noch auf den Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt in Siegburg. Ich finde den einfach schön und mal ganz anders als diese „langweiligen & einfachen“ Standard Weihnachtsmärkte!

siegburg

Es ist schon komisch, um die Weihnachtszeit alleine zu sein. Alles was man sonst zusammen macht, wie Weihnachtsbaum schmücken etc. macht man alleine. Zu zweit ist es definitiv schöner. Ich bete so sehr das er nächstes Jahr Weihnachten zuhause sein kann 🙂 !!!

Ab morgen sind es noch volle 99 Tage. Die Zahl wird kleiner, aber bei der Bundeswehr weiß man ja leider nie, ob es tatsächlich bei der Zahl bleiben wird. Beim letzten Einsatz waren es plötzlich 3 Tage weniger. Würde dieses mal auch gerne ein paar Tage von der Liste streichen wollen, damit ich meinen Soldaten schneller wieder in die Arme schließen kann.

Ich wünsche euch allen einen schönen Abend!