Fitnessdefense!

Heute mal zu etwas anderem. Neben meinem etwas neuerem Alltag mit einer chronischen Erkrankung, meiner darauf folgenden Ernährungsumstellung und dem Leben mit einem Soldaten fehlt nur noch der Sport. Fitness!!! Anfang des Jahres hatte ich bereits mit Selbstverteidigung und Boxen angefangen, womit ich leider zur Zeit noch etwas pausieren muss, was aber nicht heißt das ich es mir jetzt gemütlich machen werde. ;-P

Seit knapp zwei Jahren hab ich immer mal wieder Workouts von Zuhause aus mit sämtlichen Fitnessapps gemacht… wer kennt diese nicht. Auf Dauer ziemlich unpersönlich und es kommt irgendwann nur noch darauf an, das zu erledigende Workout mit einer besseren Zeit hin zu legen. Was zur Folge hat, das man sich erwischt die ein oder andere Übung weg zu lassen, damit man besser ist als die anderen. Ich bin da ganz ehrlich, denn genau so ging es mir und darauf hab ich keine Lust mehr. Also machte ich jetzt den Test mit einer neuen App, denn das Trainieren von zuhause ist für mich im Schichtdienst einfach von Vorteil. Ausreden zählen hier nicht 😉

Zur Zeit teste ich Fitnessdefense. Ganz neu und hat mich direkt überzeugt. Die vielen verschiedenen Übungen haben mich begeistert und im nu hatte ich meine Sportklamotten an. Man kann wählen zwischen einzelner Übungen und Workouts, abgestimmt für die jeweiligen Körperregionen die man trainieren möchte. Außerdem stellt man sogar noch ein, wieviele Wiederholungen man von der ausgewählten Übung machen möchte. Was ich daran allerdings ganz toll und außergewöhnlich finde ist, das während des Workouts ein Video läuft, wo jemand mit dir zusammen die Übungen macht. Das ist genau so motivierend, als wäre man in einer großen Sporthalle und ein Personaltrainer würde neben einem stehen, um dich anzufeuern. Es lohnt sich wirklich, dies einmal zu testen. Erste Ergebnisse gibt es in vier Wochen 🙂

Falls jemand noch genau so wie ich an seiner Spät-Sommer-Strand-Figur arbeiten möchte.. einfach mal hier klicken. 🙂

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend 🙂

 

Einsatz Nummer drei!

Es sind nun erst vier Monate vergangen, seit dem ich meinen Soldaten nach einigen Monaten Einsatz in die Arme nehmen konnte. Es sind mittlerweile zwei Einsätze von jeweils vier Monaten, die wir bis jetzt gemeinsam gemeistert haben.  Mir war klar das noch einige folgen werden, aber man versucht es ja dann doch immer von sich weg zu schieben. Letzte Woche gab es sogar schon die schriftliche Kommandierung für den nächsten Einsatz, damit steht es jetzt wohl fest. In ungefähr neun Monaten geht es zum dritten mal los. Was beim nächsten mal anders sein wird, ist das er dieses mal nicht über Weihnachten und Silvester weg sein wird und das sie die Einsätze Splitten.. d.h. zwei Monate Einsatz, zwei Zuhause und wieder zwei Monate Einsatz. Grundsätzlich finde ich das wirklich super, denn vier Monate können für Soldat und Angehörige lang werden.  Was aber auch heißt das ich ihn nächstes Jahr innerhalb kurzer Zeit zwei mal verabschieden muss und ich jetzt schon weiß, das es mir jedes mal das Herz brechen wird, wenn ich am Flughafen stehe und mich verabschieden muss. Wie schafft ihr Soldatenfrauen das, wenn eure Männer zum zehnten mal in den Einsatz gehen? Ist es dann noch genau so schlimm? Bei den treffen im Familienzentrum wurde oft erzählt, das manche Männer schon bestimmt zum zwanzigsten male weg wären und es schon zum Alltag dazu gehören würde. Nur sehr schwer vorstellbar für mich, was ich aber leider schon feststellen musste ist, das wenn sie einmal im Einsatz waren, immer und immer wieder gehen… es ist noch Zeit bis nächstes Jahr, aber trotzdem beschäftigt mich das jetzt schon wieder sehr. 😦

Ernährungsumstellung…!

Hallo ihr Lieben,

Es sind jetzt fast vier Wochen vergangen, seit ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Zuhause stellte ich sofort und ganz konsequent meine Ernährung um. Es war erst mal schwierig heraus zu finden, welche Lebensmittel entzündungshemmend und welche entzündungsfördernd sind. Ich hätte niemals gedacht, das das Thema Ernährung so interessant ist und vor allem aber wirklich wichtig. Seit den vier Wochen geht es mir richtig gut, ich habe nicht einen Blasen und Nierentee trinken müssen, noch Medikamente nehmen müssen. Es ist einfach ein ganz neues Lebensgefühl, nicht ständig diese Schmerzen zu haben.

Ohne Zucker zu leben, war erst mal gar nicht leicht. Es ist wirklich viel in den Produkten versteckt und die ersten Tage war mir oft schwindelig und hatte ganz schlimme Kopfschmerzen. Als würde mein Körper einen Entzug durchmachen müssen. Was ich aber nicht gedacht hätte, es fällt mir gar nicht schwer auf Schokolade etc. zu verzichten.

Ohne Weizen ist dagegen etwas schwieriger. Natürlich sündige ich auch schon mal, aber versuche hauptsächlich nur noch Produkte aus Roggen oder Dinkel zukaufen.

Kaffee habe ich ersetzt mit grünem Tee und funktioniert super 🙂 !

Der positive Effekt der ganzen Sache ist, das ich mich wunderbar fühle und die Kilos nur noch purzeln. 🙂

Interstitielle Zystitis 

Vor zwei Wochen war es soweit. Die letzte Untersuchung unter Vollnarkose stand an, um heraus zufinden, ob es die Krankheit nun ist oder nicht. Morgens um 7 meldete ich mich auf Station, kam auf ein Zimmer und dort wartete ich erstmal. Positiv war, das ich alleine auf dem Zimmer war und es so schien, als wenn ich dieses mal meine Ruhe hätte.  Gegen elf Uhr kam erst eine Schwester mit dem reizenden, sehr stylischen OP Hemdchen und dem netten Pillchen, das mich müde machen sollte. Im OP Bereich  angekommen, war ich alles andere als müde, ich zitterte vor Aufregung und wäre am liebsten abgehauen. Der Zugang wurde gelegt und plötzlich hatte ich ein wunderschönes Bärchen Pflaster auf meinem Arm… gut bisschen Peinlich aber es half mich zu beruhigen und warum nicht ein bisschen Spaß machen, die Jungs waren schon ganz nett da! Lach! Ich war ganz froh als ich den Narkosearzt sah und er mich endlich befreite. Ich wollte einfach nichts mehr davon mit bekommen. Was ich nicht wusste war, das darauf die 24h zur reinsten Qual wurden. Mir war zwar nach der Narkose das erste mal nicht schlecht, aber dafür hatten sie mir leider einen Dauerkatheter verpasst. Erst war es einfach nur unangenehm und mich bekam so auch niemand vor die Zimmertür… Never!!! Ein paar Stunden später allerdings, tat dieses Teil einfach nur noch weh. Ich bekam Schmerzmittel und leider sank mein Blutdruck so in den Keller, das sie mir keins mehr geben konnten. Gegen 4 Uhr morgens war ich so erschöpft, das ich endlich einschlief. Plötzlich ging das Licht an und ich hörte eine mir sehr unangenehme Stimme. Eine 18 Jährige kleine Zicke wurde ins Zimmer gebracht, die motzend auf dem Bett neben mir platz nahm. Ich dachte echt, ich spinne. Die Stunden darauf spielte sie selbstverständlich mit Ton auf ihrem Smartphone und nach mehrmaligen drauf aufmerksam machen, ob sie das große Licht bitte ausmachen könnte, gab ich es auf. Furchtbar! Die nächsten zwei Tage verliefen nicht anders! 

Mittwochs bekam ich dann das Ergebnis, das die letzte Untersuchung positiv war und sich die Krankheit bestätigt habe. Interstitielle Zystitis – eine chronische Harnblasen krankheit. Durfte aber nach hause. Weiter geht’s mit einer Schmerztherapie Mitte August. Leider wieder Stationär, aber was soll’s… da muss ich jetzt durch. Unter anderem habe ich mittlerweile meine Ernährung komplett umgestellt und versuche mich so gut wie nur noch entzündungshemmend zu ernähren. Was sich natürlich auch positiv auf der Waage auswirkt… bin gespannt, wie es weiter geht und werde berichten. 

Wünsche euch eine schöne Woche!  

Traurig

Das Leben mit einem Soldaten.. da wären wir auch heute direkt beim Thema! Ich hatte mich so sehr gefreut, das meine bessere Hälfte am Montag da ist, wenn ich wieder ins Krankenhaus muss. Er hatte sich sogar einen Tag Urlaub genommen und ich war echt total erleichtert, weil ich echt Angst vor dem bevorstehenden Eingriff habe. Endlich mal kein Lehrgang, Einsatz oder ähnliches! Zu früh gefreut. Noch heute früh musste er weg, kommt zwar morgen Abend heim, ist aber Sonntag wieder weg! Richtig blöd gelaufen! Ich bin so verdammt traurig und enttäuscht heute. Das ist wieder ein schönes Beispiel vom Leben der Soldatenfrau, man freue sich nie zu früh auf etwas 😦 ! 

Die Diagnose!

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, leide ich schon seit über 10 Jahren an ständig wieder kehrenden Harnwegsinfektionen. In den letzten Monaten wurde es richtig schlimm. Ich habe ein halbes vermögen in sämtlichen Apotheken gelassen, immer wieder neue Präparate ausprobiert um irgendwie den Arzt bzw. das Antibiotika zu meiden. Nichts half mehr wirklich und man wurde einfach nur verrückt von den immer stärker werdenden Schmerzen. Wer schon mal eine normale Blasenentzündung hatte, weiß wovon ich rede, nur das ich es mittlerweile seit gut einem halben Jahr ständig habe und kaum mal drei, vier Tage dazwischen ruhe habe.

Nun war ich fünf Tage im Krankenhaus und es wurden sämtliche Untersuchungen durchgeführt. Was es alles für Untersuchungen auf der Urologie gibt, möchte ich gar nicht im Detail erzählen. Es ist einfach nur unangenehm und kann echt ganz schön schmerzhaft sein. Drei Tage ging man davon aus, das ich es zu sehr verschleppt habe und mir das jetzt auf die Nieren geschlagen sei – Nierenbeckenentzündung! Am Tag vier wurde es trotz Antibiotika aber noch immer nicht besser und es wurde weiter untersucht. Völlig fertig von der ganzen Prozedur, klärte mich die Ärztin endlich darüber auf, das sie davon ausgehen das ich die Krankheit IC habe. Eine chronische Harnblasenentzündung – auch interstitielle Zystitis (IC) genannt. Um das aber genau sagen zu können muss ein operativer Eingriff in die Blase vorgenommen werden, was kommenden Montag erfolgt. Man nimmt Proben der Blasenschleimhaut und es werden verschiedenste Tests gemacht, wie weit sich die Blase dehnen lässt etc. ! Ich bin so froh, das diesmal, das meiste an Untersuchungen unter Narkose gemacht wird, das wünsche ich meinem größten Feind nicht.

Was das dann zukünftig für mich heißen wird, weiß ich noch nicht genau. Ich habe sehr viel in den letzten Tagen darüber gelesen, von vielen Schmerztherapien, über Reha, Yoga und autogenem Training. Überall stand das ich an erster Stelle jeglichen Streß vermeiden muss und auf eine entzündungshemmende Ernährung umstellen muss – wenig oder sogar ganz verzichten auf Kaffee, Alkohol, Zucker, SCHOKOLADE 😦 und ganz viele andere leckere Dinge. Gut ist nicht schön, aber machbar und wenn s hilft, dann ist das eben so und wird auch so gemacht. Die Sache mit dem Streß bereitet mir allerdings eher Sorgen… Einzelhandel -> Marktleitung = Streß pur !!! Das ist wahrscheinlich auch jetzt der Auslöser gewesen, das sich das dauerhaft bemerkbar gemacht hat.

Zur Zeit kann ich nicht viel machen und versuche durch viel Ruhe und mit Unmengen von Tee zu vermeiden, das ich bis Montag noch mal so Schmerzen bekomme. Habe mir heute neuen Lesestoff gegönnt und werde nun ins Land der Bücher versinken und damit fange ich dann jetzt mal an!

Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag und eine angenehme restliche Woche! 🙂

 

 

Mordgedanken auf Station 1…

… wer nicht hören will, muss fühlen. 

Nach der gefühlten fünfhundertsten Blasenentzündung, hielt ich es Sonntag nicht mehr aus. Dieses schmerzende Gefühl im Unterleib, Fieber und Schüttelfrost waren mittlerweile unerträglich! 

Antibiotika wird reichen, dann wird alles gut. Dachte ich. Die Ärztin in der netten Notdienstpraxis, fand das gar nicht und so kam ich schön Stationär auf meine Lieblingsstation die Urologie. Yeajjj…

Heute habe ich also den fünften Tag auf dieser Station verbracht. Es ist wahnsinnig heiß und echt unerträglich und heute hatte ich wirklich das Gefühl, das die Hitze vielen in den Kopf gestiegen ist. Hut ab vor sämtlichen Krankenschwestern. Ich hätte schon längst wem eine gescheuert 😂!

Oma X und Oma Y schräg gegenüber im Zimmer unterhalten sich gerade darüber, das es nicht sein könnte das man 3 Minuten auf eine Schwester warten müsste. Oma X meinte, “ Vielleicht kommen sie ja schneller, wenn ich mir einfach die Infusionsnadel rausziehe und um Hilfe schreie“. Oma Y lacht, wahrscheinlich hatte sie das genau so wenig ernst genommen wie ich. Oma X war anscheinend nicht zu Scherzen zumute. Nadel raus, überall Blut, Schrei nach Hilfe, Schwester da. Ja ok… kann man so machen, wenn man die Nerven einer Schwester strapazieren möchte, die bei gefühlten 50 Grad bei Oma ins Zimmer muss, weil es ja zieht, wenn das Fenster auf ist. 

Haaalllooooo….. halllloooohoooo…. Schweeeester…. halllloooo…. in meinem Gedanken zählte ich schon langsam 10..9…8..7… und dann gehst du selbst dahin….! Gut versuchen wir einfach ein drittes mal einzuschlafen. Um 6 bin ich dann endlich eingeschlafen. Um halb 7 kamen sie ins Zimmer um das Bett zu machen. Glückwunsch. 

Ein paar Zimmer weiter findet wohl der alljährliche Basar oder der Tanz ums Feuer statt. Gefühlte zehn dunkelhäutige Frauen in bunten gewändern.. ( könnten auch Omas Gardienen sein) passen wohl alle zusammen auf Big Mama auf. 

Gerade eingeschlafen und endlich Ruhe auf der Station, schrecke ich zusammen und dachte ich seh Gespenster. Oha.. Dachte ich es mir doch das es zu viele Medikamente sind… hab ich Morgens – Mittags – Abends aufeinmal genommen? Mehr davon – scheint wohl lustig zu werden. Aber Neeein.. direkt neben meinem Bett stand Opa Z, ganz weißes zerzaustes Haar, schwarze Unterhose und suchte seine Frau. Nach sechsunddreißig mal erklären das Frauchen Zuhause ist und er im Krankenhaus ist, rief ich selbst eine Schwester, hatte schon Angst das es sich Opa Z bald mit unter meiner Decke bequem machen würde. 

Es sind jetzt 23 Uhr Oma Y und Oma X schnarchen um die Wette.  Türe werde ich wohl trotzdem nicht schließen über Nacht. Die Wahl zwischen eingehen vor Hitze oder das lauschen des schnarchens ergab sich dann von selbst. 

All inclusive mit jeder Menge Unterhaltung, kann ich dann wohl auch in Deutschland haben. Warum also Mallorca? 

In diesem Sinne, Gute Nacht!