Beruf

Was mache ich beruflich… 🙂

Da der Beruf „Verkäufer oder sagen wir Einzelhandelskauffrau“ immer in einem gewissen Klischee landet, mag ich doch mal etwas zu meinem Werdegang und meinem Alltag erzählen.

Angefangen hat alles im Jahr 2006 in einer kleinen Bäckerei. Ich war gerade“ 16 und hatte absolut gar keinen Bock mehr auf Schule. Na toll… hätte ich das mal früher gewusst, oder ganz einfach auf meine Eltern gehört… da hatte ich den Salat. Ich war in einem Beruf der mir A absolut keinen Spaß machte, B war ich total unterfordert und C wollte ich freiwillig zurück in die Schule. Pustekuchen.. da musste ich jetzt durch. Nach einem halben Jahr wechselte ich von der Bäckerei in die Metzgerei und wurde dann 2009 Fleischereifachverkäuferin. Prima. War´s das jetzt?

Nein. 2009 bis 2014 arbeitete ich also in meinem erlernten Beruf in einem großen Markt und lernte noch einiges dazu, sammelte ordentlich Berufserfahrung, denn das sollte nicht das Ende sein, es ging gerade erst einmal los. Ich entschied mich also neben meinem 40 Stunden Vertrag noch zu einem Abendstudium was ich aber bei früh und Spätschicht nach einem abgeschlossenem Semester einfach nicht mehr packte. Ich brauchte trotz allem eine berufliche Veränderung und kündigte somit 2014 meinen Job und fing eine neue Stelle an .. “ Wir lieben Lebensmittel“ !! Endlich… es machte Spaß! Ein klasse Chef und er fordert seine Mitarbeiter, man war endlich nicht mehr in einem Laden beschäftigt, wo Frauen niemals auf Fortbildungen geschickt wurden… denn sie könnten ja Schwanger werden…Personalkosten auf die Straße geworfen und so weiter!

Natürlich muss man in einem neuen Unternehmen erst mal wieder von vorne Anfangen, aber dies war es mir Wert. Anfang 2016 machte ich den Ausbilderschein und darf jetzt ganz tolle und liebe Azubis ausbilden. Es macht verdammt viel Spaß und ich bin es sehr gerne. Seit Sommer diesen Jahres bin ich mit in der Marktleitung und zusätzlich verantwortlich für die Personalplanung.

Also, manchmal braucht man einfach etwas Geduld bis man genau da ist, was man sich irgendwann mal zum Ziel gesetzt hat. Ich habe diese neuen Herausforderungen dieses Jahr angenommen und für mich sehr viel dazu gewonnen.Ich liebe meinen Beruf jetzt und habe mich absolut damit arrangiert, einmal „nur“ Fleischereifachverkäuferin gelernt zuhaben.

Ähm ja, und wenn man dann einige von diesen neuen Aufgaben hat, braucht man sich um seine Freizeit auch keine Gedanken mehr zu machen. Langeweile ist mir mittlerweile ein Fremdwort und gehört absolut nicht mehr in meinen Wortschatz!