Ich verstehs nicht…

Warum seid ihr Männer so? Warum lauft ihr davon, wenn es ernst wird… wovor habt ihr Angst?

Ich habe jetzt seid gefühlten fünf Tagen kaum geschlafen und gegessen. Kräfte? Nicht mehr vorhanden und anstatt es einfach mal ruhen zu lassen, muss jetzt ein klarer „Cut“ gezogen werden. Man kann das nicht mit in den nächsten Einsatz nehmen. Richtig. Kann ich den Kummer auch irgendwo ablegen? Wie soll ich so ein schreckliches Ende verkraften?

Ein Ende, beide lieben sich… – finde den Fehler! Ich bin echt verzweifelt und das Leben mit einem, meinem Soldaten war auch nicht immer einfach, aber wenn ich eins aus tiefstem Herzen sagen kann ist, das ich genau das wollte und auch noch will. Es ist so verdammt schwer damit klar zu kommen, das er nach und nach die gesamten gemeinsamen Ziele über Bord warf… manchmal hatte ich das Gefühl, Stück für Stück zu zerbrechen… Warum macht man das? Kommt man mit dreißig in ein Alter wo man Angst hat noch etwas besseres finden zu können? Vielleicht mehr Abenteuer? Weniger Alltag?

Aber denken wir Menschen nicht allgemein immer wieder, noch etwas besseres finden zu können?! Ich denke ja und vielleicht gibt es das auch… aber zufrieden sein, mit dem Partner den man hat, fällt vielen noch schwerer. Ist nicht das wertvollste alleine die Liebe, die einen verbindet… Den anderen Menschen anzusehen und direkt zu wissen, warum man sich damals verliebt hat und warum man sich bis heute noch liebt. Lächelt, wenn man mal wieder nicht bemerkt das der eigene Partner einen schon seit Minuten beobachtet und dir plötzlich mit warmer stimmte sagt… „ich Liebe dich“! Man sich berührt und immer noch Gänsehaut bekommt… …. all das.. und jetzt ist Schluss! Noch nie in meinem Leben habe ich mich so leer und traurig gefühlt. Auch was Heimweh bedeutet, lerne ich so langsam kennen… Heimweh beinhaltet für mich nicht mehr, das vermissen nach gewohnten vier Wänden, einem Ort oder anderen materiellen Dingen. Es ist der Mensch, die Familie unser ganzes gemeinsam, aufgebautes Leben… das war mein Zuhause… schmerzhafter als der Verlust einer gemeinsamen Wohnung.

Ich hoffe, das es irgendwann nicht mehr so schmerzhaft ist und ich die Antworten auf die für mich noch vielen, offenen Fragen bekomme.

Ich drücke euch…

Verloren…

dies wird wahrscheinlich einer der letzten Beiträge meiner Seite „das Leben mit einem Soldaten“, sein! Denn diese Lovestory, ist seit gestern nun leider doch zu ende… 😦 ! Seid gefühlten sechsunddreißig Stunden heule ich mir wie eine verrückte die Augen aus dem Kopf und versuche einfach hier, mir einfach alles von der Seele zu schreiben. Das schlimmste an der ganzen Geschichte ist, das ich mir die Schuld gebe… einfach versagt zu haben. Hätte ich auf meinen beruflichen Traum verzichten sollen und lieber um meine Beziehung kämpfen? Ich hab Tausend Gedanken in meinem Kopf und aus lauter Schmerz, kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich verliere damit, den Menschen der für mich alles war.. Nein „ist“, einen wundervollen Partner, aber auch einen tollen Freund. Ich wünschte ich könnte ihn wenigstens für irgendwas hassen, was es vielleicht einfacher machen würde… aber das kann ich nicht. Es waren ganze fünf Jahre, die größtenteils manchmal schon zu schön waren und man sich oft gefragt hat, ob das sein kann, das man soviel Glück im Leben hat. Es gab so viele tolle Momente, an die ich so gerne zurück denke und für immer in meinem Herzen bleiben werden. Es wird super hart für mich werden und die nächsten Wochen wahrscheinlich ein reiner Kampf mit mir selbst. Es gibt hier keine Familie für mich oder ne Freundin die mal eben um die Ecke wohnt… kann mir nicht vorstellen wie es werden wird… es tut einfach nur weh.

Was ich aus tiefsten Herzen sagen kann ist, was ich meinem Soldaten wünsche:

Ich wünsche ihm, das er immer gesund bleiben wird und zu schätzen weiß, was er für eine besonders, wundervolle und herzliche Familie hat. Das er die Frau kennen lernt, die mit ihm die ganzen Auslandseinsätze rockt, wie ich es getan habe. Die mit ihm fiebert, ehrlich und vielleicht nicht gerade so ein emotionaler Mensch ist. Eine die vielleicht nicht Familie und Kinder in ihrer Zukunftsplanung hat und ihn so akzeptiert, wie er ist.

Ja genau das wünsche ich dir! Ich wünsche dir nur das allerbeste… das du hoffentlich nicht ganz so viele Tränen verlierst, wie ich.. das ganz viele liebe Menschen für dich da sind. Das du aber genau so bleibst wie du bist, denn das bist du nun mal… mit allen Ecken und Kanten, denn das machte dich so sehr aus. Leider weiß man das immer erst alles zu schätzen, wenn es zu spät ist… wenn man einwilligt, das es wohl das beste ist, aber man direkt weiß das es nicht die richtige Entscheidung für sich war. Das man sich selbst damit so sehr weh getan hat, das man gerade das Gefühl hat, zu zerbrechen…

und plötzlich stand alles Kopf!

… und dann machte ich es einfach…! Ich kündigte Mitte März fest entschlossen meinen geliebten Job, zog aus unserer gemeinsamen Wohnung aus und ging in eine etwa hundertzwanzig Kilometer, weit entfernte Stadt, um beruflich einfach noch einmal neu anzufangen. Beruflich neu anfangen ist vielleicht etwas übertrieben. Verändern oder mir meinen Traum verwirklichen trifft es wohl an dieser Stelle eher. Wie ich in meinem letzten Beitrag erzählte, träume ich schon seit langen nach etwas eigenem, nach einem Beruf oder einem Laden der sich einfach wie meins anfühlt. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben. Morgens aufzustehen und einen Laden aufzuschließen, der niemals dein eigener sein wird, in dem du am Tag wirklich sehr, sehr viel zeit verbringst, es aber nicht für dich machst, war nicht das was mich letztendlich beruflich erfüllt hat. Es hat Spaß gemacht und ich habe sehr gerne da gearbeitet.. aber es war eben nun mal nicht ich, nicht mein Projekt. Klar wurde mir das aber erst so richtig, als ich gekündigt habe, meine Sachen gepackt habe und die erste Woche in der neuen Stadt verbracht habe. Man muss dazu sagen, das es alles in einer etwas schwierigen Zeit war/ist. Seit Ende letzten Jahres war es gar nicht so einfach in der Beziehung mit meinem Soldaten, wir hatten es irgendwie geschafft uns total auseinander zu leben. Als ich auszog, war er im Einsatz und natürlich wusste keiner von uns wie es sein wird, wenn er wieder da ist und und und! Es war alles so anders… aber für mich ging es so beruflich und privat auch nicht weiter. Es musste sich etwas verändern, denn es war keiner mehr wirklich glücklich, es hieß also kämpfen, einfach daran arbeiten. Ob es uns gerettet hat, das werden wir sehen aber gut hat es auf  jeden Fall getan. Das Stadtleben ist ganz schön, mein Soldat kommt häufig am Wochenende her und wir unternehmen einfach etwas. Das haben wir früher nicht gemacht. Wie auch? Wer das Dorf leben kennt, weiß das man für alles ein Auto braucht und man mal nicht „eben“ eine Straße weiter geht und sich die ein oder andere Bar aussuchen kann, wo man seinen Cocktail trinkt. Mal im Ernst, wo ist schon immer alles Perfekt und an welcher Beziehung muss man nicht arbeiten. Oft weiß man doch gar nicht mehr zu schätzen, wie ungemein wichtig doch dieser eine Mensch ist, dem man endlos vertrauen kann, der zu jeder Tages und Nachtzeit für einen erreichbar ist. Warum wir Menschen so oft ans uns selbst und an dem was man gemeinsam erschaffen hat, zweifeln… ich kann s mir nicht erklären. Uns geht es oft zu gut und es ist wirklich meckern auf höchstem Niveau!

Beruflich gesehen, hat sich alles erfüllt, was ich mir gewünscht habe. Seit Mai bin ich in einem wundervollen kleinen Laden, den ich jetzt schon so sehr in mein Herz geschlossen habe. Es ist traumhaft und entspricht voll und ganz den Vorstellungen, die ich hatte. Natürlich war das nicht vom ersten Tag an so. Die erste Woche war für mich richtig schlimm und mit super vielen Tränen verbunden. Ich zweifelte an mir selber, meiner Kompetenz ,dem Weg den ich gegangen war. Es gab absolut nichts mehr in meinem Leben, was ich plötzlich nicht in Frage stellte. Ich wusste nicht mehr was richtig und falsch war. Was mir aber sofort und in voller Breitseite bewusst wurde, das Stadtleben ist etwas völlig anderes. In gewissen Situationen kam ich mir wirklich wie die kleine vom Dorf vor, naiv und völlig dumm… anders halt. Zum Glück kann ich jetzt herzlich darüber lachen, auch wenn es mir erst vor sechs Wochen so ging. Morgens zufrieden und glücklich aufzustehen, den Tag über etwas zu machen was mich erfüllt und man Abends mit einem lächeln drüber nachdenkt, was man gemacht hat, ist wundervoll. Es war das mutigste was ich bis jetzt in meinen Achtundzwanzig Jahren gemacht habe, aber ich hätte es reichlich bereut, wenn ich den Weg nicht gegangen wäre. Ich habe in ein paar Wochen mein komplettes Leben auf den Kopf gestellt… aber ich bin glücklich und kann nur sagen, ich bin in meinem Leben vollkommen angekommen. Privat wünsche ich mir das auch, was nicht einfach ist, mit zwei getrennten Wohnungen und einem Soldaten der sehr oft im Ausland ist. Aber einfach kann jeder, oder?

In diesem Sinne, werde ich versprechen, meinem Blog jetzt wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Werde in Kürze aufklären, was ich jetzt genau mache und was sich wie verändert hat.

Ganz herzliche Grüße, Jenny….

Träume!

Hattet ihr auch schon mal Träume, die ihr euch aber niemals habt anmerken lassen, bzw. es ausgesprochen habt?! Tief in meinem inneren träume ich schon seit Ewigkeiten von einem kleinen eigenen Geschäft. Eins mit etwas Feinkost und voller, toller Käsesorten, ein paar Extras und gutem Wein. So oft habe ich Bilder in meinem Kopf, wie es aussehen könnte, mein Ding machen könnte, ganz selbständig. Es wäre einfach meins… mein Baby! Gestern morgen war ich mit meiner lieben Mama zum frühstücken verabredet, in einem kleinen gemütlichen von Winterschlaf befallen Kurörtchen. Trotz kalten Temperaturen verzauberte mich mein Traum von neuem, als ich vor einem kleinen bezaubernden, leerstehen Laden stand. Ich erzählte ihr von all meinen Träumen, das ich genau bildlich wusste, wie ich mir meinen Laden vorstellen würde, wie ich es einrichten und sogar schon welche Aktionen und was für Besonderheiten ich anbieten würde. Ganz in meinen Vorstellungen und meinen träumen versunken sagte sie plötzlich, “ Wow, und warum machst du nichts draus?“ …

Ich war total neben mir. Ich hatte erstmals laut von meinem Traum gesprochen und immer gedacht, es für mich zu behalten, denn lächerlich wollte ich mich schon mal absolut nicht damit machen. Es war also eigentlich immer nur ich selbst, die nicht an sich geglaubt hat. Um so mehr ich es seit dem habe, durch meinen Kopf gehen lassen, um so mehr wurde mir bewusst.. WARUM NICHT? Das Gespräch mit meiner Mum ging natürlich in dieser Richtung weiter und sie träumte schon mit mir zusammen und bestärkte mich noch einmal in der Sache, das sie immer an uns Kinder glauben würde und uns selbstverständlich mir Rat und Tat zur Seite steht. Es war plötzlich eine so emotionale Stimmung zwischen uns beiden und es war bewundernswert wie Mütter einen doch zu etwas ermutigen können und wie gut es doch für das eigene Selbstbewusstsein ist, wenn jemand vor dir steht und sagt “ Ich glaube an dich mein Kind“! Ich sollte bei diesem Thema vielleicht etwas weiter ausholen, denn es war nicht immer einfach zwischen uns und ganz lange hatten wir gar keinen bis kaum Kontakt zu einander, da ich bei meinem Vater aufgewachsen bin. Es rührt mich immer wieder von neuem, wie toll es jetzt ist, trotz dieser Vergangenheit und das zeigt mir auch in jetziger Situation, das ich an die Zukunft glauben muss und vor allem an das, was meine Träume sind.

Vielleicht werde ich mich jetzt mal ein bisschen tiefgründiger mit der Sache beschäftigen, Ideen sammeln und einfach für mich selbst ausarbeiten, was das wichtigste ist, ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich werde mich vielleicht mit dem ein oder anderen zusammen setzen,  um  schon von erfolgreichen Ladenbesitzern zu lernen und einiges mit auf meinen Weg zu nehmen. Irgendwann nicht heute oder morgen, werde ich hoffentlich meine Träume verwirklichen und mich in meinem eigenen, kleinen Laden stehen sehen.

Danke Mama!

…da bin ich wieder!

Wo fange ich an zu schreiben, nach über vier Monaten ohne nur einen Beitrag zu verfassen, der ersten Beziehungskriese, dem Rücktritt vom Kauf eines Hauses und der jetzigen Zeit kurz vor Einsatz Nummer drei. Es ist viel passiert, seit der Diagnose meiner Chronischen Krankheit. Ich habe gelernt mit ihr zu leben und vor allem sie zu akzeptieren. Man kann versuchen sein Leben danach zu richten und viele Gewohnheiten zu unterlassen, die es schlimmer machen. Der Verzicht auf viele Dinge, wie z.b. Zucker verursachte aber auch oft und viel schlechte Laune. Zu wissen das es auch durch Streß ausgelöst wurde und darauf meinen so geliebten beruflichen Alltag umzustellen, trug auch dazu bei das ich unzufrieden und vielleicht auch oft deprimiert war. Im Oktober letzten Jahres, dachte ich es ging bergauf, doch irgendwie lief alles schief, es war plötzlich alles anders. Man stritt sich, was wir um ehrlich zu sein in den ganzen vier Jahren noch nicht einmal getan hatten, diskutierten was das Zeug hielt und als es wirklich brenzlig wurde, ließen wir es auch mit dem Hauskauf. Seit dem habe ich mich oft gefragt, warum und weshalb, aber eine wirkliche Antwort fand keiner von uns. Es hat viel Geduld, Verständnis und Tränen gebraucht um wieder einigermaßen Normalität ins unser gemeinsames Leben zu bekommen. Es war nicht immer einfach Kompromisse einzugehen oder einfach mal etwas ausdiskutieren, wo man bis jetzt immer Ja und Amen gesagt hat. Genau das mussten wir erst mal lernen, genau dies nicht immer zu machen und wir lernten sogar uns zu streiten. Für manche hört sich das vielleicht ganz bescheuert an, aber es war tatsächlich fremd für uns.

Dieses Wochenende wurde mein Soldat dreißig und wir waren im Gerry Weber Sport und Wellnesshotel. Es hat so verdammt gut getan, Zeit zu zweit zu genießen und so richtig zu entspannen. Wir hatten ein ganz tolles Zimmer, wunderbares Buffet, ein drei Gänge Menü und zwei mal das Glück uns an einem großartigen Frühstücksbuffet aus zutoben. Das Angebot von Hallenbad, Sauna und Wellness war toll und das Personal des Hotels sehr freundlich und darauf bedacht jeden Wunsch ihrer Gäste zu hundert Prozent zu erfüllen. Somit war es wirklich ein gelungenes Geburtstagsgeschenk für meinen Soldaten und es ist eine Weiterempfehlung sicherlich Wert!

Es hat sich viel verändert im Leben mit meinem Soldaten. Nach über vier Jahren Wochenendbeziehung ist er seit Anfang Januar nun endlich Heimschläfer und es hat uns so viel gebracht. Ich finde, das man einfach absolut nicht nachvollziehen konnte, wie denn nun wirklich der Alltag des anderen aussah. Natürlich stand man immer über Whatsapp oder telefonisch in Kontakt, aber das ist bei weitem nicht das selbe, als Abends beim Abendessen gemeinsam über den Tag zu sprechen und sich gemeinsam auf die Couch zu kuscheln. Es ist so anders und irgendwie auch traurig, wenn man bedenkt wieviel gemeinsame Zeit man die letzten Jahre doch irgendwie versäumt hat. Nun steht Einsatz Nummer drei an und es macht das ganze nicht einfacher. Manchmal denke ich so viel darüber nach, wieviel kostbare Zeit man durch diese ganze Abwesenheit nicht nutzen kann und bereitet mir immer mehr Bauchschmerzen. Er ist jetzt Berufssoldat geworden und das bedeutet mit höchster Wahrscheinlichkeit auch, das jetzt unzählige Einsätze auf uns zu kommen werden. Einsatz Nummer drei hat er noch nicht angetreten und trotzdem weiß ich jetzt schon das Einsatz Nummer vier nächstes Jahr schon auf uns wartet. Ich möchte gar nicht meckern oder gar unzufrieden klingen, aber um so Älter man wird, um so mehr denkt man darüber nach. Geimeinsame Zeit sieht man immer mehr als kostbares Geschenk an und es macht mich unheimlich traurig, das uns diese andauernd durch die Bundeswehr genommen wird.  Es haben so viele andere in unserem Alter Familien oder bauen sich sogar etwas gemeinsam auf, was zur Zeit bei uns einfach nicht möglich ist. Oft ist es die Zeit und die Distanz die uns im Wege steht und auch sind es wir selber, in dem man alles plant oder sich gerade für gewisse Dinge nicht bereit fühlt und irgendwann hat man gewisse Dinge verpasst, weil immer irgendwas nicht passte, wichtiger war oder gerade nicht sein sollte. Sollte man nicht manchmal einfach Leben, Dinge tun, die nicht immer nach Plan laufen, verrückt sein und über Dinge Lachen – obwohl andere das gar nicht komisch finden, Schreien – wenn einem danach ist… einfach man selber sein… !?

Interstitielle Zystitis 

Vor zwei Wochen war es soweit. Die letzte Untersuchung unter Vollnarkose stand an, um heraus zufinden, ob es die Krankheit nun ist oder nicht. Morgens um 7 meldete ich mich auf Station, kam auf ein Zimmer und dort wartete ich erstmal. Positiv war, das ich alleine auf dem Zimmer war und es so schien, als wenn ich dieses mal meine Ruhe hätte.  Gegen elf Uhr kam erst eine Schwester mit dem reizenden, sehr stylischen OP Hemdchen und dem netten Pillchen, das mich müde machen sollte. Im OP Bereich  angekommen, war ich alles andere als müde, ich zitterte vor Aufregung und wäre am liebsten abgehauen. Der Zugang wurde gelegt und plötzlich hatte ich ein wunderschönes Bärchen Pflaster auf meinem Arm… gut bisschen Peinlich aber es half mich zu beruhigen und warum nicht ein bisschen Spaß machen, die Jungs waren schon ganz nett da! Lach! Ich war ganz froh als ich den Narkosearzt sah und er mich endlich befreite. Ich wollte einfach nichts mehr davon mit bekommen. Was ich nicht wusste war, das darauf die 24h zur reinsten Qual wurden. Mir war zwar nach der Narkose das erste mal nicht schlecht, aber dafür hatten sie mir leider einen Dauerkatheter verpasst. Erst war es einfach nur unangenehm und mich bekam so auch niemand vor die Zimmertür… Never!!! Ein paar Stunden später allerdings, tat dieses Teil einfach nur noch weh. Ich bekam Schmerzmittel und leider sank mein Blutdruck so in den Keller, das sie mir keins mehr geben konnten. Gegen 4 Uhr morgens war ich so erschöpft, das ich endlich einschlief. Plötzlich ging das Licht an und ich hörte eine mir sehr unangenehme Stimme. Eine 18 Jährige kleine Zicke wurde ins Zimmer gebracht, die motzend auf dem Bett neben mir platz nahm. Ich dachte echt, ich spinne. Die Stunden darauf spielte sie selbstverständlich mit Ton auf ihrem Smartphone und nach mehrmaligen drauf aufmerksam machen, ob sie das große Licht bitte ausmachen könnte, gab ich es auf. Furchtbar! Die nächsten zwei Tage verliefen nicht anders! 

Mittwochs bekam ich dann das Ergebnis, das die letzte Untersuchung positiv war und sich die Krankheit bestätigt habe. Interstitielle Zystitis – eine chronische Harnblasen krankheit. Durfte aber nach hause. Weiter geht’s mit einer Schmerztherapie Mitte August. Leider wieder Stationär, aber was soll’s… da muss ich jetzt durch. Unter anderem habe ich mittlerweile meine Ernährung komplett umgestellt und versuche mich so gut wie nur noch entzündungshemmend zu ernähren. Was sich natürlich auch positiv auf der Waage auswirkt… bin gespannt, wie es weiter geht und werde berichten. 

Wünsche euch eine schöne Woche!  

Die Diagnose!

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, leide ich schon seit über 10 Jahren an ständig wieder kehrenden Harnwegsinfektionen. In den letzten Monaten wurde es richtig schlimm. Ich habe ein halbes vermögen in sämtlichen Apotheken gelassen, immer wieder neue Präparate ausprobiert um irgendwie den Arzt bzw. das Antibiotika zu meiden. Nichts half mehr wirklich und man wurde einfach nur verrückt von den immer stärker werdenden Schmerzen. Wer schon mal eine normale Blasenentzündung hatte, weiß wovon ich rede, nur das ich es mittlerweile seit gut einem halben Jahr ständig habe und kaum mal drei, vier Tage dazwischen ruhe habe.

Nun war ich fünf Tage im Krankenhaus und es wurden sämtliche Untersuchungen durchgeführt. Was es alles für Untersuchungen auf der Urologie gibt, möchte ich gar nicht im Detail erzählen. Es ist einfach nur unangenehm und kann echt ganz schön schmerzhaft sein. Drei Tage ging man davon aus, das ich es zu sehr verschleppt habe und mir das jetzt auf die Nieren geschlagen sei – Nierenbeckenentzündung! Am Tag vier wurde es trotz Antibiotika aber noch immer nicht besser und es wurde weiter untersucht. Völlig fertig von der ganzen Prozedur, klärte mich die Ärztin endlich darüber auf, das sie davon ausgehen das ich die Krankheit IC habe. Eine chronische Harnblasenentzündung – auch interstitielle Zystitis (IC) genannt. Um das aber genau sagen zu können muss ein operativer Eingriff in die Blase vorgenommen werden, was kommenden Montag erfolgt. Man nimmt Proben der Blasenschleimhaut und es werden verschiedenste Tests gemacht, wie weit sich die Blase dehnen lässt etc. ! Ich bin so froh, das diesmal, das meiste an Untersuchungen unter Narkose gemacht wird, das wünsche ich meinem größten Feind nicht.

Was das dann zukünftig für mich heißen wird, weiß ich noch nicht genau. Ich habe sehr viel in den letzten Tagen darüber gelesen, von vielen Schmerztherapien, über Reha, Yoga und autogenem Training. Überall stand das ich an erster Stelle jeglichen Streß vermeiden muss und auf eine entzündungshemmende Ernährung umstellen muss – wenig oder sogar ganz verzichten auf Kaffee, Alkohol, Zucker, SCHOKOLADE 😦 und ganz viele andere leckere Dinge. Gut ist nicht schön, aber machbar und wenn s hilft, dann ist das eben so und wird auch so gemacht. Die Sache mit dem Streß bereitet mir allerdings eher Sorgen… Einzelhandel -> Marktleitung = Streß pur !!! Das ist wahrscheinlich auch jetzt der Auslöser gewesen, das sich das dauerhaft bemerkbar gemacht hat.

Zur Zeit kann ich nicht viel machen und versuche durch viel Ruhe und mit Unmengen von Tee zu vermeiden, das ich bis Montag noch mal so Schmerzen bekomme. Habe mir heute neuen Lesestoff gegönnt und werde nun ins Land der Bücher versinken und damit fange ich dann jetzt mal an!

Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag und eine angenehme restliche Woche! 🙂