Einsatz Nummer drei!

Es sind nun erst vier Monate vergangen, seit dem ich meinen Soldaten nach einigen Monaten Einsatz in die Arme nehmen konnte. Es sind mittlerweile zwei Einsätze von jeweils vier Monaten, die wir bis jetzt gemeinsam gemeistert haben.  Mir war klar das noch einige folgen werden, aber man versucht es ja dann doch immer von sich weg zu schieben. Letzte Woche gab es sogar schon die schriftliche Kommandierung für den nächsten Einsatz, damit steht es jetzt wohl fest. In ungefähr neun Monaten geht es zum dritten mal los. Was beim nächsten mal anders sein wird, ist das er dieses mal nicht über Weihnachten und Silvester weg sein wird und das sie die Einsätze Splitten.. d.h. zwei Monate Einsatz, zwei Zuhause und wieder zwei Monate Einsatz. Grundsätzlich finde ich das wirklich super, denn vier Monate können für Soldat und Angehörige lang werden.  Was aber auch heißt das ich ihn nächstes Jahr innerhalb kurzer Zeit zwei mal verabschieden muss und ich jetzt schon weiß, das es mir jedes mal das Herz brechen wird, wenn ich am Flughafen stehe und mich verabschieden muss. Wie schafft ihr Soldatenfrauen das, wenn eure Männer zum zehnten mal in den Einsatz gehen? Ist es dann noch genau so schlimm? Bei den treffen im Familienzentrum wurde oft erzählt, das manche Männer schon bestimmt zum zwanzigsten male weg wären und es schon zum Alltag dazu gehören würde. Nur sehr schwer vorstellbar für mich, was ich aber leider schon feststellen musste ist, das wenn sie einmal im Einsatz waren, immer und immer wieder gehen… es ist noch Zeit bis nächstes Jahr, aber trotzdem beschäftigt mich das jetzt schon wieder sehr. 😦

3 Gedanken zu “Einsatz Nummer drei!

  1. Irgendwie geben mir deine Texte gerade Halt, weil ich weiß, dass es noch mehr Frauen und Angehörige gibt, die sie nicht einfach ziehen lassen können.

    Ich habe das erste Mal jetzt bald vor mir. Vielleicht früher oder später. Er ist erstmal Reserve.
    Wir sind schon so lange zusammen, ich kann mich nicht mehr erinnern, wann wir das letzte Mal länger als drei Wochen getrennt waren. Ich kann mich nicht mehr an mein Leben ohne ihn erinnern(ich war 15 :D)
    Auch zu wissen, dass man es immer und immer wieder durch machen muss. Vor allem weil er tut, was sein Leben ausfüllt. Es ist für mich immer noch schwer zu begreifen. Ich weiß noch gar nicht was ich tun soll. Entwickelt man irgendwann eine Routine? Wie soll ich mich verabschieden, ohne ihm zu zeigen, dass mein Herz bricht…

    Ich danke dir für deine Ehrlichkeit in so vielen Dingen, das hilft mir!

    Liebe Grüße

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    1. Liebe Sophie,

      genau deshalb habe ich letztes Jahr angefangen zu schreiben. Über den Alltag mit einem Soldaten, über das Leben wenn der Soldat im Einsatz ist und mit der Hoffnung mich mit anderen Frauen auszutauschen.
      Ich habe die Erfahrung gemacht, das jeder Abschied gleich schwer ist und beim letzten konnte ich mich einigermaßen zusammen reißen bis er weg war, was mir allerdings beim ersten nicht gelungen ist, Ich denke es wird immer schwer sein…
      Was dagegen beim zweiten Einsatz besser war, das ich wusste was er dort für Aufgaben hat, wie wir miteinander kommunizieren können und wie lange wirklich 120 Tage Einsatz sein können. Während der Zeit war ich etwas gefasster und wusste das ich mehr Ablenkung brauchte als beim ersten mal.
      Dieses Gefühl, seine bessere Hälfte gehen zu lassen wird einem immer und immer wieder das Herz brechen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das es irgendwann mal besser werden wird… Aber wir schaffen das!!! Wir sind Stark für unsere Soldaten und ich kann dir nicht sagen, wie schön es ist, nach der zeit seinen Soldaten wieder in die Arme schließen zu können. Das macht alles wieder gut und ist einfach mit Worten nicht zu beschreiben!
      Ich wünsche dir für die Zeit jetzt schon mal ganz viel Kraft und bis gespannt, bald mal etwas von dir darüber lesen zu können!?

      Liebe Grüße!

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      1. Danke für deine tolle und liebe Antwort.
        Erstmal denke ich dass dazu bald Mal was kommen wird, ich aber gerade glaube, dass vier Monate reichen um sich dann Gedanken um seine Gefühle zu machen Und sie aufzuschreiben.

        Ich freu mich sehr mich mit Frauen austauschen zu können, die dasselbe durchleben und auch so außerordentlich stark sind. Wir sind so stark, weil wir unsere Männer ziehen lassen, anstatt sie an uns zu fesseln.

        Liebe Grüße;)

        Gefällt 1 Person

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