Die Diagnose!

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, leide ich schon seit über 10 Jahren an ständig wieder kehrenden Harnwegsinfektionen. In den letzten Monaten wurde es richtig schlimm. Ich habe ein halbes vermögen in sämtlichen Apotheken gelassen, immer wieder neue Präparate ausprobiert um irgendwie den Arzt bzw. das Antibiotika zu meiden. Nichts half mehr wirklich und man wurde einfach nur verrückt von den immer stärker werdenden Schmerzen. Wer schon mal eine normale Blasenentzündung hatte, weiß wovon ich rede, nur das ich es mittlerweile seit gut einem halben Jahr ständig habe und kaum mal drei, vier Tage dazwischen ruhe habe.

Nun war ich fünf Tage im Krankenhaus und es wurden sämtliche Untersuchungen durchgeführt. Was es alles für Untersuchungen auf der Urologie gibt, möchte ich gar nicht im Detail erzählen. Es ist einfach nur unangenehm und kann echt ganz schön schmerzhaft sein. Drei Tage ging man davon aus, das ich es zu sehr verschleppt habe und mir das jetzt auf die Nieren geschlagen sei – Nierenbeckenentzündung! Am Tag vier wurde es trotz Antibiotika aber noch immer nicht besser und es wurde weiter untersucht. Völlig fertig von der ganzen Prozedur, klärte mich die Ärztin endlich darüber auf, das sie davon ausgehen das ich die Krankheit IC habe. Eine chronische Harnblasenentzündung – auch interstitielle Zystitis (IC) genannt. Um das aber genau sagen zu können muss ein operativer Eingriff in die Blase vorgenommen werden, was kommenden Montag erfolgt. Man nimmt Proben der Blasenschleimhaut und es werden verschiedenste Tests gemacht, wie weit sich die Blase dehnen lässt etc. ! Ich bin so froh, das diesmal, das meiste an Untersuchungen unter Narkose gemacht wird, das wünsche ich meinem größten Feind nicht.

Was das dann zukünftig für mich heißen wird, weiß ich noch nicht genau. Ich habe sehr viel in den letzten Tagen darüber gelesen, von vielen Schmerztherapien, über Reha, Yoga und autogenem Training. Überall stand das ich an erster Stelle jeglichen Streß vermeiden muss und auf eine entzündungshemmende Ernährung umstellen muss – wenig oder sogar ganz verzichten auf Kaffee, Alkohol, Zucker, SCHOKOLADE 😦 und ganz viele andere leckere Dinge. Gut ist nicht schön, aber machbar und wenn s hilft, dann ist das eben so und wird auch so gemacht. Die Sache mit dem Streß bereitet mir allerdings eher Sorgen… Einzelhandel -> Marktleitung = Streß pur !!! Das ist wahrscheinlich auch jetzt der Auslöser gewesen, das sich das dauerhaft bemerkbar gemacht hat.

Zur Zeit kann ich nicht viel machen und versuche durch viel Ruhe und mit Unmengen von Tee zu vermeiden, das ich bis Montag noch mal so Schmerzen bekomme. Habe mir heute neuen Lesestoff gegönnt und werde nun ins Land der Bücher versinken und damit fange ich dann jetzt mal an!

Ich wünsche euch einen schönen Nachmittag und eine angenehme restliche Woche! 🙂

 

 

6 Gedanken zu “Die Diagnose!

  1. Ich wünsche dir erst mal gute Besserung!

    Aber ich muss auch sagen: Interessant, dass die selben Maßnahmen wie bei Reflux empfohlen werden. Auch eine echt fiese Sache, wenn es chronisch wird und du plötzlich nur noch im Sitzen schlafen kannst, nur noch ungewürztes Essen zu dir nimmst und ganz viel trinken musst. Oh, und natürlich letztes Essen/Trinken 3h vor dem Schlafen gehen.

    Wir sollten wirklich mehr auf unseren Körper achten. Nur leider ist das heute bei all dem Stress im Beruf usw. Kaum noch möglich.

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    1. Dankeschön 🙂

      Ich denke mal das die maßnahmen ziemlich ähnlich sind bei Nieren und Blasenerkrankungen. Es arbeitet ja doch irgendwie alles zusammen.
      Dieser Reflux Test, wurde letzte Woche auch gemacht. Ganz schön eklig 😦
      Musst du damit leben? :/

      Letztes Essen und Trinken drei Stunden vor dem schlafen gehen? Puh… Essen wäre denk ich nicht das Problem.. aber Trinken.. stelle ich mir nicht so dolle vor.

      Ja genau so ist es. Ich bin 27 Jahre und hab mir das natürlich die letzten Jahre so aufgebaut… gearbeitet um endlich dahin zu kommen, wo ich jetzt bin… und jetzt? 😦
      Ich hoffe das es gute Medikamente gibt, das ich nicht direkt damit aufhören muss.

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      1. Ja, ich lebe mit Gastroösophagealem Reflux. Mir fehlt seit der Schwangerschaft der natürliche Verschluss zwischen Magen und Speiseröhre. Ich muss mich entsprechend ernähren, um nicht jeden Tag Tabletten zu nehmen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

        Und ja, ich durfte den netten Schlauch auch schon ein paar Mal schlucken. Zuletzt ließ ich mich unter Narkose setzen. Hätte sonst nicht mitgemacht.

        Das mit dem Trinken ist echt schwer. Daher habe ich mir angewöhnt nur ab und an Schlucke zu nehmen. Also nicht mehr kurz vor dem Schlafen gehen ein halbes Glas runterstürzen.

        Medikamente gibt es bestimmt. Aber wichtig ist auch, dass du einen Ausgleich zum Stress findest und dich gesund ernährst. Nach meiner Erfahrung ist es sonst schwer ohne Tabletten zu leben und auf Dauer sind auch die nicht gut für den Körper.

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      2. Ohweia! Da hast du sicher auch schön einiges durch machen müssen.
        Mit dem trinken ist es bei mir genau anders rum. Wenn ich abends nicht noch einen guten Liter trinke, habe ich morgens schon direkt das Gefühl einer Blasenentzündung!

        Das mit dem Ausgleich wird auch noch eine wichtige Rolle in Zukunft spielen. Bin gespannt, was ich für mich entdecken werde. Was hast du denn für dich gefunden?

        Bin gespannt was die Ärzte mir nächste Woche nach der Op raten werden und wie es weiter geht -.-

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    1. Hey du.. wie lange weißt du das denn schon? Zur Zeit ist es echt schlimm bei mir.. :/
      Welche Schmerztherapie wurde bei dir gemacht?
      Ja vielleicht lese ich auch einfach zu viel darüber… hab leider das Gefühl, als würden die Ärzte sich nicht wirklich mit auskennen…

      Gefällt 1 Person

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