Der richtige Pfad

… der Weg zur Selbstständingkeit ist steinig & schwer, wenn man aber einmal den richtigen Pfad erwischt hat, läuft es großartig! Die letzten vier Monate habe ich wirklich mit ganz viel Herzblut, Geduld und vor allem mit Spaß gearbeitet. Ich stand morgens nicht auf und dachte “ Oh nein, heute hab ich wirklich keine lust“ oder mit Bauchschmerzen…! Nein, ich war fröhlich und hab’s echt geschafft, mich in der neuen Stadt einzuleben, Freunde zu finden und mich hier wohl zu fühlen.

Von Januar bis jetzt hat sich mein ganzes Leben komplett verändert. Wohnort, Job, Soziale Kontakte und die Beziehung. Es war hart, aber langsam erscheint das Licht am Ende des bösen Tunnels. Oft vergessen wir, wie stark wir eigentlich sind und was wir selbst auf die Beine stellen können, wenn wir etwas haben, was uns motiviert.

Kopf gegen Herz…

Die schönste Zeit mit der romantischsten Liebesgeschichte, schließt man mal nicht eben ab. Ziemlich genau sechs Wochen sind seid der Trennung vergangen und auch wenn man sagt, es sei die beste Entscheidung, oder anders geht’s nicht… wer sagt das? Wenn du morgens aufwachst und der erste Gedanke noch immer an diesen Menschen geht, du lächelst – wenn du seinen Namen auf deinem Display aufleuchten siehst oder deine Wohnung noch mit den gemeinsamen Bildern tapeziert ist… wie lange dauert das, bis es nicht mehr so sein wird? Wird es irgendwann mal anders sein, oder will man das gar nicht…?

Auch wenn ich nicht mehr jeden Tag da sitze und weine, hat’s das Herz noch immer nicht verstanden. Ganze fünf Jahre in denen ich genau wusste, wer immer an meiner Seite stand und wer mich im den Arm nahm, mein Gesicht umfasste und mich küsste. Ich vermisse einfach alles, vor allem aber diesen Menschen. Es gab bis jetzt niemanden, mit dem ich so lachen, verrückt sein und einfach ich selbst sein konnte. Ich vermisse es einfach so schrecklich…

Ich hatte versprochen, hier nicht mehr rum zu heulen, aber manchmal muss das einfach raus.. am liebsten schreibe ich mir einfach alles von der Seele.

Lichtblicke!

Nach jeder noch so langen Regenzeit, scheint irgendwann wieder die Sonne. Es gibt Ereignisse im Leben, die lassen sich oft nicht erklären, sind traurig und unbegreifbar. Man fragt sich, warum muss es einem gerade so schlecht gehen, womit hat man das verdient, wofür die ganzen Tränen und der ganze Kummer.

… Aaaaaber! Alles im Leben hat einen Grund, nichts passiert einfach so.  Ich denke, das genau das alles so sein soll und wofür merken wir oft erst viel später. Die letzten fünf Jahre waren wirklich wunderschön, doch es sollte so für mich nicht weiter gehen. Nach den ganzen Wochen lauter Tränen und dem Kummer, gibt es sogar wundervolle Lichtblicke. Ich habe hier in der neuen Stadt einen schweren Start gehabt, aber nicht aufgegeben, wie eigentlich immer in meinem Leben. Ich habe gekämpft und wurde letztenendes damit belohnt, beruflich das zu machen, wovon ich schon Jahre geträumt hatte. Zur Zeit bin ich dabei Partnerin in einem kleinen Laden zu werden, was eigenes und wofür es sich lohnt morgens mit einem Strahlen aufzuwachen. Jeder Beruf hat seine Schattenseiten, aber was ich für mich in den letzten Jahren feststellen musste ist, das es kein noch so gutes Gehalt Wert ist, durch Streß krank zu werden, oder mit Bauchschmerzen zur Arbeit zu gehen. In der heutigen Gesellschaft wird meiner Meinung nach, leider viel zu selten gemacht, was einem wirklich Spaß macht. Viele Menschen sind so materiell geworden, das sie alles in Kauf nehmen um immer mehr und mehr zu haben, vor allem aber vor den anderen gut dar zu stehen. Aber ist das wirklich das wichtigste? Muss man erst krank werden und einen Warnschuss bekommen, damit man wach wird..! Ich finde es so schade! Es gibt so viel andere wichtigere Dinge im Leben. Natürlich ist es toll, wenn sich nach den Jahren auszahlt, wofür man lange gearbeitet, gelernt, studiert oder was auch immer hat. Aber das wichtigste daran ist doch, das man all das für sich selbst macht und nicht wegen dem „Status“ oder „was denken die anderen nur über mich, wenn ich nicht das größte Auto fahre, das schönste Haus habe… bla bla blub“! Um so mehr ich darüber nachdenke um so erschreckender finde ich es. Als ich Ende April hier in die neue Stadt gezogen bin, habe ich alles nur aus beruflicher Perspektive wahrgenommen. Als dann die Trennung von meinem Soldaten dazu kam, die neue Umgebung, die neue Wohnung und das schlimmste aber keine Sozialen Kontakte, bemerkte ich das erste Mal in meinem Leben, das es nichts materielles gab, was mir hätte in dem Moment helfen können. Es brauchte seine Zeit, aber währenddessen bemerkte ich, wie unglücklich wir ohne die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind. Wichtig für mich sind Menschen – Menschen mit denen ich herzlich lachen, aber auch weinen kann. Die mir in den Hintern treten dürfen und mich auch schon mal wach rütteln, aber genau das ist das, was im Leben zählt. Es sind die, auf die wir uns verlassen können, die uns eine Schulter zum anlehnen bieten, wenn wir traurig sind, sich mit uns freuen und auch mal albern sind. Genau die Erfahrung durfte ich jetzt machen und ich sehe es absolut nicht als selbstverständlich an, sondern als wertvolles Geschenk. Ich habe zwei so tolle Menschen kennen gelernt und direkt in mein Herz geschlossen. Es war von der ersten Minute an absolut nicht fremd, eher als würden wir uns schon ewig kennen. Das letzte Wochenende war einfach traumhaft schön und es hätte wegen mir niemals enden müssen 🙂 Ich bin so dankbar dafür und genau das ist so eine Situation wobei ich mir denke, es musste alles so kommen, denn sonst hätte ich die beiden niemals kennen gelernt.

Das Leben ist viel zu kurz…

Jetzt ist Schluss, mit dem ganzen Selbstmitleid, mit den “ was wäre wenn“ Sprüchen… bla bla blub! Es reicht!! Vor ein paar Tagen hat mir eine ganz liebe Kundin zu einer bestimmten Gruppe in Facebook geraten. Es gibt für jede Stadt diese „Neu in XY“ Gruppen. Kurz drüber nachgedacht und schon war ich mitten im geschehen. Endlich war ich umgeben von ganz vielen netten Menschen. Da waren sie, die neuen sozialen Kontakte. Es tut so gut… den Abend mal nicht alleine zu verbringen,über Gott und die Welt zureden, gemütlich dabei etwas zutrinken und einfach lachend und glücklich nach Hause zu laufen. Manchmal ist es doch die neue Umgebung, die neuen Menschen einfach alles was einen noch mal durchatmen lässt, was letztenendes dazu führt, glücklich zu sein. Glücklich in dem Sinne, das man gezeigt bekommt, das es nichts materielles ist, was wir brauchen. Es sind die kleinen Momente, in denen wir neue Kraft tanken und spüren dürfen, wie schön das Leben sein kann. Viel zu oft sehen wir nur das negative im Leben, doch es gibt so viel schönes und großartiges, was durch unser ganzes negatives denken nicht zum Vorschein kommt…

So traurig ist die Realität..

… auch drei Wochen später fühle ich mich echt schlecht, verlassen & langsam bin ich nur nur maßlos enttäuscht. Ich war immer eine glücklich Frau mit meinem Soldaten an der Seite und es gab wirklich Zeiten, da dachte ich… Wow wie kann man nur so ein Glück haben. Irgendwann nach Einsatz zwei, war er so verändert… als hätte man meinen Soldaten im Einsatz ausgetauscht. Diese Kur nach dem Einsatz, brachte dann das größte Übel nach sich… es wurde plötzlich überlegt, ob das alles so richtig ist… das war das erste mal, das ich das Gefühl hatte, das er mich bzw. Unsere Beziehung nicht mehr wollte und ich glaube das sich dieser Gedanke von ihm bis jetzt so durch zog. Selbstverständlich sucht man die Fehler bei sich selbst und ich bin innerlich bald echt verrückt geworden. Ich habe mich so sehr unter Druck gesetzt, alles richtig zu machen und so zu sein wie er mich am liebsten gehabt hätte… mittlerweile denke ich anders. Warum soll ich mich verändern? Ich bin so… und das ist auch gut so! Es war nicht nur ich, die sich verändert hatte… sondern er. Der Unterschied zwischen uns beiden ist, das ich genau weiß, was ich in meinem Leben möchte. Habe das Gefühl gerade bei Soldaten ist das nicht immer so.. viele Denken Sie hätten ewig für alles Zeit und finden vielleicht doch noch etwas, was sie noch glücklicher macht. Seit dem ich jeden Tag aufs neue sämtliche Posts sehen muss, wie glücklich er ist und wie gut es ihm geht, bin ich der Meinung, das es rein überfällig war. Ich kann ihm wahrscheinlich einfach nicht das geben was er braucht, ohne ihm etwas böses zu wollen. Es ist immer so, das es den leidenden und den erleichterten nach einer Trennung gibt…! Ich habe in meinem Leben schon viel durch machen müssen, aber so enttäuscht wie gerade im Moment, war ich schon sehr lange nicht mehr. Ich werde ihm nicht böse sein, nur hätte ich mir gewünscht, das man es vielleicht schon früher beendet hätte, denn man sieht ja, das es ohne mich besser geht! Ich hoffe ich kann euch bald wieder etwas positives erzählen und hoffe, das ich irgendwann damit klar kommen werde, wieder einen Menschen verloren zu haben, den ich über alles geliebt und vertraut habe. Denn das war bis jetzt für mich noch nie so selbstverständlich wie bei ihm.. das war… ist liebe aus tiefstem Herzen und ich bin der Meinung, das es das nur einmal so im Leben gibt.

Alles was ich wollte war, endlich glücklich zu sein…!

Ich verstehs nicht…

Warum seid ihr Männer so? Warum lauft ihr davon, wenn es ernst wird… wovor habt ihr Angst?

Ich habe jetzt seid gefühlten fünf Tagen kaum geschlafen und gegessen. Kräfte? Nicht mehr vorhanden und anstatt es einfach mal ruhen zu lassen, muss jetzt ein klarer „Cut“ gezogen werden. Man kann das nicht mit in den nächsten Einsatz nehmen. Richtig. Kann ich den Kummer auch irgendwo ablegen? Wie soll ich so ein schreckliches Ende verkraften?

Ein Ende, beide lieben sich… – finde den Fehler! Ich bin echt verzweifelt und das Leben mit einem, meinem Soldaten war auch nicht immer einfach, aber wenn ich eins aus tiefstem Herzen sagen kann ist, das ich genau das wollte und auch noch will. Es ist so verdammt schwer damit klar zu kommen, das er nach und nach die gesamten gemeinsamen Ziele über Bord warf… manchmal hatte ich das Gefühl, Stück für Stück zu zerbrechen… Warum macht man das? Kommt man mit dreißig in ein Alter wo man Angst hat noch etwas besseres finden zu können? Vielleicht mehr Abenteuer? Weniger Alltag?

Aber denken wir Menschen nicht allgemein immer wieder, noch etwas besseres finden zu können?! Ich denke ja und vielleicht gibt es das auch… aber zufrieden sein, mit dem Partner den man hat, fällt vielen noch schwerer. Ist nicht das wertvollste alleine die Liebe, die einen verbindet… Den anderen Menschen anzusehen und direkt zu wissen, warum man sich damals verliebt hat und warum man sich bis heute noch liebt. Lächelt, wenn man mal wieder nicht bemerkt das der eigene Partner einen schon seit Minuten beobachtet und dir plötzlich mit warmer stimmte sagt… „ich Liebe dich“! Man sich berührt und immer noch Gänsehaut bekommt… …. all das.. und jetzt ist Schluss! Noch nie in meinem Leben habe ich mich so leer und traurig gefühlt. Auch was Heimweh bedeutet, lerne ich so langsam kennen… Heimweh beinhaltet für mich nicht mehr, das vermissen nach gewohnten vier Wänden, einem Ort oder anderen materiellen Dingen. Es ist der Mensch, die Familie unser ganzes gemeinsam, aufgebautes Leben… das war mein Zuhause… schmerzhafter als der Verlust einer gemeinsamen Wohnung.

Ich hoffe, das es irgendwann nicht mehr so schmerzhaft ist und ich die Antworten auf die für mich noch vielen, offenen Fragen bekomme.

Ich drücke euch…

Verloren…

dies wird wahrscheinlich einer der letzten Beiträge meiner Seite „das Leben mit einem Soldaten“, sein! Denn diese Lovestory, ist seit gestern nun leider doch zu ende… 😦 ! Seid gefühlten sechsunddreißig Stunden heule ich mir wie eine verrückte die Augen aus dem Kopf und versuche einfach hier, mir einfach alles von der Seele zu schreiben. Das schlimmste an der ganzen Geschichte ist, das ich mir die Schuld gebe… einfach versagt zu haben. Hätte ich auf meinen beruflichen Traum verzichten sollen und lieber um meine Beziehung kämpfen? Ich hab Tausend Gedanken in meinem Kopf und aus lauter Schmerz, kann ich keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich verliere damit, den Menschen der für mich alles war.. Nein „ist“, einen wundervollen Partner, aber auch einen tollen Freund. Ich wünschte ich könnte ihn wenigstens für irgendwas hassen, was es vielleicht einfacher machen würde… aber das kann ich nicht. Es waren ganze fünf Jahre, die größtenteils manchmal schon zu schön waren und man sich oft gefragt hat, ob das sein kann, das man soviel Glück im Leben hat. Es gab so viele tolle Momente, an die ich so gerne zurück denke und für immer in meinem Herzen bleiben werden. Es wird super hart für mich werden und die nächsten Wochen wahrscheinlich ein reiner Kampf mit mir selbst. Es gibt hier keine Familie für mich oder ne Freundin die mal eben um die Ecke wohnt… kann mir nicht vorstellen wie es werden wird… es tut einfach nur weh.

Was ich aus tiefsten Herzen sagen kann ist, was ich meinem Soldaten wünsche:

Ich wünsche ihm, das er immer gesund bleiben wird und zu schätzen weiß, was er für eine besonders, wundervolle und herzliche Familie hat. Das er die Frau kennen lernt, die mit ihm die ganzen Auslandseinsätze rockt, wie ich es getan habe. Die mit ihm fiebert, ehrlich und vielleicht nicht gerade so ein emotionaler Mensch ist. Eine die vielleicht nicht Familie und Kinder in ihrer Zukunftsplanung hat und ihn so akzeptiert, wie er ist.

Ja genau das wünsche ich dir! Ich wünsche dir nur das allerbeste… das du hoffentlich nicht ganz so viele Tränen verlierst, wie ich.. das ganz viele liebe Menschen für dich da sind. Das du aber genau so bleibst wie du bist, denn das bist du nun mal… mit allen Ecken und Kanten, denn das machte dich so sehr aus. Leider weiß man das immer erst alles zu schätzen, wenn es zu spät ist… wenn man einwilligt, das es wohl das beste ist, aber man direkt weiß das es nicht die richtige Entscheidung für sich war. Das man sich selbst damit so sehr weh getan hat, das man gerade das Gefühl hat, zu zerbrechen…